Geschichte

Das Ende der Eisenindustrie

Die Familie Böcking betreibt die Eisenhütte bis 1875 weiter. 

Jedoch ist die Konkurrenz aus dem Saargebiet zu groß und das Betreiben einer Eisenhütte im Hunsrück zu kostspielig geworden. Mit der relativ alten Technik von Holzkohlehochöfen ist die Qualität und auch die Quantität im Gegensatz zu den modernen Kokshochöfen nicht mehr wettbewerbsfähig. 

Die Familie Böcking zieht mit ihren Produktionskenntnissen an die Halberger Hütte bei Saarbrücken und produziert dort weiter.

Die Ära Böcking

Die Familie Böcking erwirbt 1835 die Eisenhütte Abentheuer mit dem dazugehörigen Eisenhüttengut.

Bestandsaufnahme

Um 1800 bestehen die Eisenwerke Abentheuer aus einen Hochofen, drei Eisenwerken und einem Eisenschneidwerk.

Munitionsfabrikation

1782 wird die Konzession zum Betrieb des kleinen Hammerwerks geändert. Ab jetzt wird der kleine Hammer als Polierhammer genutzt. Dieser wird wohl hauptsächlich zur Fabrikation von Munition eingesetzt. Die Eisenhütte Abentheuer hatte hier mit der Festung in Strassburg einen kaufkräftigen Kunden.

Verlängerung des Temporalbestands

Johann Heinrich Stumm erreicht die Verlängerung des Temporalbestands über eine Laufzeit von 22 Jahren im Jahr 1776.

Bau des Hochofens

Johann Heinrich Stumm baut einen Hochofen, vermutlich an der Stelle an der auch heute noch die Reste der Giesshalle zu finden sind.

Übertragung der Bestände

Die Temporalbestände der Eisenwerke sowie des Hüttenguts werden 1764 auf Johann Heinrich Stumm übertragen.

Die Ära Stumm beginnt

Nach dem Tod von Remacle Joseph Hauzeur verkaufen seine Erben das Hüttengut 1763 an Johann Heinrich Stumm.

Vom Erbbestand zum Temporalbestand

1756 wird der Erbbestand der Eisenhütte Abentheuer in einen Temporalbestand zu Gunsten von Remacle Joseph Hauzeuer umgewandelt. 

Ab jetzt gibt es keine Garantien mehr auf die kostenlosen Holzlieferungen aus den herrschaftlichen Waldungen mehr. Die Laufzeit beträgt hier 20 Jahre.

Die Ära Hauzeur beginnt

1699 erwirbt der Wallone Remacle Joseph Hauzeur den Erbbestand zum Betrieb eines Hammerwerks und Hüttenguts sowie zum Bau eines Hochofens.