Geschichte

Die Eisenhütte Abentheuer zu Gast im Nationalpark-Radio

Am 1. Februar 2019 war Caspar Kampf zu Gast beim Nationalpark-Radio. Das Thema der Sendung war die Eisenindustrie im Hunsrück-Hochwald. In der über 2 Stunden langen Sendung konnte ein grober Überblick über diese sehr interessante Zeit aus Verschiedenen Blickpunkten gegeben werden.

Wenn Sie Interesse an diesem Thema haben können Sie sich die Sendung nochmals anhören, klicken Sie einfach auf das Logo des Nationalpark-Radios und sie werden direkt zur Seite der Sendung weitergeleitet.

 

Nationalpark-Radio

Ein großer Dank geht an Stefan Pink und Angela Enz-Warth, die es mir ermöglicht haben an dieser Sendung teil zu haben.

Nun wüsche ich Ihnen viel Spass beim zuhören.

Das Ende der Eisenindustrie

Die Familie Böcking betreibt die Eisenhütte bis 1875 weiter. 

Jedoch ist die Konkurrenz aus dem Saargebiet zu groß und das Betreiben einer Eisenhütte im Hunsrück zu kostspielig geworden. Mit der relativ alten Technik von Holzkohlehochöfen ist die Qualität und auch die Quantität im Gegensatz zu den modernen Kokshochöfen nicht mehr wettbewerbsfähig. 

Die Familie Böcking zieht mit ihren Produktionskenntnissen an die Halberger Hütte bei Saarbrücken und produziert dort weiter.

Die Ära Böcking

Die Familie Böcking erwirbt 1835 die Eisenhütte Abentheuer mit dem dazugehörigen Eisenhüttengut.

Bestandsaufnahme

Um 1800 bestehen die Eisenwerke Abentheuer aus einen Hochofen, drei Eisenwerken und einem Eisenschneidwerk.

Munitionsfabrikation

1782 wird die Konzession zum Betrieb des kleinen Hammerwerks geändert. Ab jetzt wird der kleine Hammer als Polierhammer genutzt. Dieser wird wohl hauptsächlich zur Fabrikation von Munition eingesetzt. Die Eisenhütte Abentheuer hatte hier mit der Festung in Strassburg einen kaufkräftigen Kunden.

Verlängerung des Temporalbestands

Johann Heinrich Stumm erreicht die Verlängerung des Temporalbestands über eine Laufzeit von 22 Jahren im Jahr 1776.

Bau des Hochofens

Johann Heinrich Stumm baut einen Hochofen, vermutlich an der Stelle an der auch heute noch die Reste der Giesshalle zu finden sind.

Übertragung der Bestände

Die Temporalbestände der Eisenwerke sowie des Hüttenguts werden 1764 auf Johann Heinrich Stumm übertragen.

Die Ära Stumm beginnt

Nach dem Tod von Remacle Joseph Hauzeur verkaufen seine Erben das Hüttengut 1763 an Johann Heinrich Stumm.

Vom Erbbestand zum Temporalbestand

1756 wird der Erbbestand der Eisenhütte Abentheuer in einen Temporalbestand zu Gunsten von Remacle Joseph Hauzeuer umgewandelt. 

Ab jetzt gibt es keine Garantien mehr auf die kostenlosen Holzlieferungen aus den herrschaftlichen Waldungen mehr. Die Laufzeit beträgt hier 20 Jahre.